Ahnenforschung - warum eigentlich?

Ohne Wurzeln kann man nicht wachsen

Ich werde ganz oft gefragt: "Warum machst du diesen Schrott überhaupt?" oder: "Wieso interessiert dich, wer dein Ururururururgroßvater ist?" oder: "Hast Du denn nichts Besseres zu tun, als stundenlang diese unleserlichen Kirchenbücher zu wälzen und in staubigen, stickigen Archiven zu verbringen?".

Nun, im Folgenden werde ich das gerne Erläutern und hoffe, den einen oder anderen Leser zumindest etwas nachdenklich, vielleicht sogar demütig werden zu lassen, denn es steckt eine ganze Menge dahinter.

Familienlinien, erstellt mit Gramps 3.4.8 und nachcoloriert.Statt von ganz vorne zu beginnen, will ich zum besseren Verständnis mal hinten anfangen. Gehen wir mal davon aus, dass ihr euren eigenen Stammbaum vor euch liegen habt. Sagen wir mal nur 10 komplett recherchierte Generationen. Die Größe ist immens. Immerhin befindet sich das Zeugnis der Existenz von stolzen 2046 Vorfahren vor Euch!!!

So, wenn Du bisher immer dachtest, Du bist wichtig in der Welt, dann überlege mal kurz: Hätte nur EINE dieser 2046 Person nicht gelebt, hätte nur EINE dieser 2046 Personen einen anderen Lebensweg eingeschlagen, wie wichtig wärst Du dann im Moment? - Ach richtig! Dich gäbe es ja gar nicht!!! Da frage ich mich, ob diese Menschen nicht ausgesprochen wichtig für Dich sind...

Diese Überlegung habe ich nämlich auch gemacht und mich gefragt: Wer sind all diese, für mich und meine Existenz unwahrscheinlich wichtigen Menschen? Wie und wo haben sie gelebt? Hatten Sie ein glückliches Leben? Was machte diese Menschen aus? Wie haben sie die einzelnen Epochen der Zeit gemeistert? Immerhin gab es Kriege, Hungersnöte, Pest, frühe Sterblichkeit, bedeutend schwerere Arbeit als heute... und in mir schlummert ein Teil jedes einzelnen dieser Menschen.

Das musste ich einfach herausfinden!

Und jetzt schwenken wir zurück, fangen wieder vorne an und überlegen mal: Wie viele dieser 2046 Menschen kennst oder kanntest Du denn eigentlich? Mit Glück die eigenen Eltern, gut möglich noch die Großeltern, mit ganz viel Glück die Urgroßeltern. Das sind im allerbesten Fall stolze 14 Leute, also gerade mal 0,68% dieser 10 Generationen... Das würde ich fast schon als armselig bezeichnen.

Mich hat das unwahrscheinlich nachdenklich gemacht, zumal ich selbst meine Urgroßeltern gar nicht kannte. Bei mir waren es also nur 6 aus 2046...

Das war die Grundidee für die jahrelangen Recherchen, die noch lange nicht beendet sind. Wie man dabei vorgeht und was man beachten und wissen muss, erfahrt Ihr hier demnächst im Blog!

Veröffentlicht von Florian am 20 Feb 2017 • Kommentare:0  • Aufrufe: 58
Schlagworte: Geschichte, Ahnenforschung, Stammbaum, Staatsarchiv Wolfenbüttel, Vorfahren

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